{"id":19068,"date":"2021-10-16T17:49:43","date_gmt":"2021-10-16T17:49:43","guid":{"rendered":"https:\/\/peseschkian-foundation.org\/?page_id=19068"},"modified":"2021-10-16T17:51:07","modified_gmt":"2021-10-16T17:51:07","slug":"quality-assurance","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/quality-assurance","title":{"rendered":"Qualit\u00e4tssicherung"},"content":{"rendered":"<div style=\"height:93px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div><h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Qualit\u00e4tssicherung<\/h1><div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><p><br>Positive Psychotherapie: Ein kurzzeitpsychotherapeutisches Verfahren unter Einbeziehung computergest\u00fctzter Qualit\u00e4tssicherung<\/p>\n\n<p>Erster Wirksamkeitsnachweis (Hessisches \u00c4rzteblatt (8\/1997))<\/p>\n\n<p>Proof of effectiveness of positive psychotherapy as part of quality assurance Dr. Nossrat Peseschkian<\/p>\n\n<p>Wirksamkeitsnachweis der Positiven Psychotherapie im Rahmen der Qualit\u00e4tssicherung Dr. med. Nossrat Peseschkian\n\nDie von Dr. Peseschkian entwickelte Positive Psychotherapie besitzt in vielen Aspekten Ber\u00fchrungspunkte mit der Systemischen Therapie. Beide Ans\u00e4tze gehen von einem \u201epositiven\u201c, d.h. optimistischen Menschenbild aus, setzen an Ressourcen und F\u00e4higkeiten der Klienten an, arbeiten mit Umdeutungen andere Sinngebungen von \u201eProblemen\u201c heraus, und beziehen das Umfeld der Klienten aktiv mit ein. Was die Nutzung von Humor und intuitiven Mitteln wie Geschichten und Metaphern anbetrifft, so finden wir in der Positiven Psychotherapie eine ausgiebige und reichhaltige Quelle von Anregungen. Der gelungene Wirksamkeitsnachweis einer Therapierichtung also, die auf \u00e4hnliche Wirkmechanismen setzt, ist damit auch f\u00fcr Systemiker interessant. Dr. Peseschkian, der Mitglied im wissenschaftlichen Beirat unseres Instituts ist, beschreibt Umfang und einige Ergebnisse seiner Studie \u201eComputergest\u00fctzte Qualit\u00e4tssicherung in der Positiven Psychotherapie\u201c. Er wurde f\u00fcr seine Arbeit 1997 mit dem Richard-Merten-Preis ausgezeichnet.<\/p>\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Das Projekt<\/strong><\/p>\n\n<p>Seit 1974 bereitete der Wiesbadener Weiterbildungskreis f\u00fcr Psychotherapie und Familientherapie (WIPF) unter Leitung von Dr. Peseschkian eine Wirksamkeitsstudie im Sinne einer Qualit\u00e4tssicherung vor. In Form einer Vorstudie, in der 1.400 Patienten untersucht wurden, entstand ein Test, das Wiesbadener Inventar zur Positiven Psychotherapie und Familientherapie (WIPPF), das in die laufende Wirksamkeitsstudie zur Qualit\u00e4tssicherung der Positiven Psychotherapie (PPT) integriert wurde. Seit Juli 1995 wird diese Studie intensiv durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n<p>Die Positive Psychotherapie stellt eine Kurzzeitpsychotherapieform unter dem transkulturellen und interdisziplin\u00e4ren Gesichtspunkt dar, die den tiefenpsychologisch fundierten Verfahren zugeordnet ist. Die PPT basiert auf drei Prinzipien:<\/p>\n\n<p>\u2013 Das positive Menschenbild unter dem transkulturellen Gesichtspunkt<\/p>\n\n<p>\u2013 Bearbeitung von Konfliktinhalten und Konfliktdynamik durch Umdeutung \/ Metakommunikation<\/p>\n\n<p>\u2013 systematische f\u00fcnfstufige integrale Psychotherapie<\/p>\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Die Methode<\/strong><\/p>\n\n<p>Unter dem Gesichtspunkt der Strukturqualit\u00e4t, Proze\u00df- oder Behandlungsqualit\u00e4t und Ergebnisqualit\u00e4t werden hier die ersten Befunde zur Ergebnisqualit\u00e4t der PPT vorgestellt.<\/p>\n\n<p>Die beobachteten Ver\u00e4nderungen der Symptomatik sowie des Erlebens und Verhaltens, die zwischen dem Therapiebeginn und zu verschiedenen Zeitpunkten nach Therapieabschluss auftraten, wurden analysiert. Hier wird eine Stichprobe und Messbatterie im Auszug kurz beschrieben, gefolgt von einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse zu den zwei spezifischen Bereichen:<\/p>\n\n<p>1. Stichprobenbeschreibung<\/p>\n\n<p>Die Stichprobe dieser Untersuchung (N=415) setzt sich aus Personen mit unterschiedlichen psychosomatischen (z.B. Depressive St\u00f6rungen, Angst- und Panikst\u00f6rungen, Somatoforme St\u00f6rungen, Anpassungsst\u00f6rungen und Missbrauch psychotroper Substanzen) und mit verschiedenen rein somatischen Diagnosen zusammen. Sie wurde unter Mitwirkung von 38 Psychotherapeuten bundesweit erhoben. Die Patienten wurden vor der Psychotherapie (Pr\u00e4-Messung), nach der Behandlung (Post-Messung) und im weiteren Verlauf (Katamnese) untersucht. Diese Ergebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe ohne psychotherapeutische Behandlung verglichen.<\/p>\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Ergebnisse<\/strong><\/p>\n\n<p>Zur Pr\u00fcfung der Wirksamkeit der Positiven Psychotherapie im Bezug auf Symptome und Ver\u00e4nderungen des Erlebens und Verhaltens wurden verschiedene Vergleiche zwischen den prospektiv erfa\u00dften Patienten, die mit der PPT behandelt wurden, und der Kontrollgruppe unternommen sowie Effektst\u00e4rken berechnet.<\/p>\n\n<p>Mit verschiedenen testdiagnostischen Frageb\u00f6gen konnten hochsignifikante Verbesserungen der Symptome zwischen der Pr\u00e4- und der Postmessung f\u00fcr PPT-Patienten nachgewiesen werden.<\/p>\n\n<p>Bei der Kontrollgruppe hingegen konnte hier kein signifikanter Unterschied gefunden werden. Auch der Vergleich von Pr\u00e4\/Postdifferenzen zwischen den PPT-Patienten und der Kontrollgruppe zeigte hochsignifikante Unterschiede zugunsten der PPT-Patienten, die eine mittlere Effektst\u00e4rke von e= 0.476 erreichten.<\/p>\n\n<p>Der VEV gilt als hochsensibles Me\u00dfinstrument, der \u00fcblicherweise zur Erfassung von therapieinduzierten Ver\u00e4nderungen des Erlebens und Verhaltens eingesetzt wird. Dieser Fragebogen wurde im Rahmen der Postmessung und der katamnestischen Erhebungen verwendet. Ein Vergleich zwischen den VEV-Werten der PPT-Patienten und die der Kontrollgruppe ergab wiederum hochsignifikante Unterschiede, die sogar eine Effektst\u00e4rke von e= 1,24 erzielten. Die PPT-Patienten zeigten merklich verbesserte Resultate.<\/p>\n\n<p>Um abzusch\u00e4tzen, ob die unmittelbar nach Therapieschlu\u00df erzielten Verbesserungen sich auch noch l\u00e4ngere Zeit nach Beendigung der Therapie nachweisen lassen, wurden Querschnittsvergleiche (Anovas) zwischen den Ergebnissen der Postmessungen und der katamnestisch erfa\u00dften Werte der PPT-Patienten gerechnet. Weder beim VEV (F=1,179) noch beim SCL-90 (F= 2,473) zeigten sich signifikante Unterschiede (p= .05) zwischen den Post- und den katamnestischen Messungen.<\/p>\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n\n<p>Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten die mit Positiver Psychotherapie behandelten Patienten eine deutliche Reduzierung ihrer Symptomatik sowie ein h\u00f6heres Ausma\u00df an Ver\u00e4nderungen des Erlebens und Verhaltens nach Abschlu\u00df ihrer Therapie. Au\u00dferdem weist der Querschnittsvergleich auf eine zeitliche Stabilit\u00e4t der nachgewiesenen Effekte hin. Dieser Befund gilt f\u00fcr die Dauer von f\u00fcnf Jahren nach Beendigung der Therapie. Die mittlere Therapiedauer der 344 Patienten, mit denen Positive Psychotherapie durchgef\u00fchrt wurde, betrug 30 Sitzungen.\n\nLiteratur beim Verfasser<\/p>\n\n<p>Literatur beim Verfasser<\/p><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-19068","page","type-page","status-publish"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19068"}],"collection":[{"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19068"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19068\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19073,"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19068\/revisions\/19073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/en.peseschkian-stiftung.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}